Hintergrund
Über den Verein
Rechtsform und Sitz
Die Eigentümerhilfe Österreich ist ein Verein nach österreichischem Vereinsgesetz mit ZVR-Zahl 1912055718 und Sitz in Wien. Der Verein ist bundesweit tätig.
Der Verein ist nicht gemeinnützig. Er finanziert sich ausschließlich aus den einmaligen Mitgliedsbeiträgen von € 198,–. Provisionen oder sonstige Zuwendungen von Investoren, Vermittlern oder anderen Partnern nimmt der Verein nicht an. Die Vereinsarbeit erfolgt ehrenamtlich neben unseren Berufen – das erklärt auch, warum wir uns meist am Abend oder am Wochenende melden.
Warum es den Verein gibt
Wer in Österreich von einer drohenden Zwangsversteigerung betroffen ist, steht häufig allein zwischen Gericht, Gläubigern und kommerziellen Aufkäufern. Der Zeitdruck ist hoch, die Rechtslage komplex, seriöse Anlaufstellen sind für Betroffene nicht immer leicht zu erkennen.
Der Verein wurde gegründet, um in dieser Lage einen strukturierten, nachvollziehbaren Prozess anzubieten: die Situation ordnen, realistische Optionen aufzeigen und bei Bedarf an geprüfte Partner vermitteln – ohne Ergebnisversprechen und ohne Druck.
Was wir erlebt haben
Die folgenden Fälle stammen aus unserer Praxis und unserem Umfeld. Sie sind anonymisiert und stehen hier nicht, um Angst zu machen – sondern weil sie zeigen, was wir meinen, wenn wir sagen: Hinter jedem Edikt steht ein Leben. Und fast immer hat etwas gefehlt, das sich organisieren lässt – Zeit, eine Prüfung, ein Plan.
Der Unternehmer
Ein Unternehmer sah nach Jahrzehnten des Aufbaus sein Lebenswerk in der Insolvenz scheitern. Für die Bank war er zu diesem Zeitpunkt längst ein Akt in der „Marktfolge" – so heißt die Abteilung, in der aus Kunden Zahlen werden. Was dort niemand sah: Der Mensch hinter der Zahl sah für sich keinen Ausweg mehr. Er hat überlebt, weil Menschen in seinem Umfeld es im entscheidenden Moment bemerkt haben. Was gefehlt hat: jemand, der die Lage ordnet, die nächsten Schritte benennt – und die Gewissheit, mit alldem nicht allein zu sein.
Der Bauingenieur
Ein gut verdienender Bauingenieur wurde bei einem Arbeitsunfall schwer verletzt. Auf die Entschädigung musste er Jahre warten – der Kredit auf seinem Haus wartete nicht. Obwohl absehbar war, dass er wieder zahlungsfähig sein würde, lief das Verfahren gegen ihn wie gegen jeden anderen. Was gefehlt hat: jemand, der die Zeit bis zur Entschädigung überbrückt – durch Kommunikation mit den Gläubigern, die Prüfung einer Zwischenfinanzierung und der gesetzlichen Aufschiebungsmöglichkeiten. Zahlungsunfähigkeit ist oft eine Frage des Zeitpunkts, nicht des Charakters.
Die Scheidung
Nach einer Scheidung verlangte die frühere Ehefrau die sofortige Auszahlung ihres Anteils. Der Eigentümer konnte den Betrag nicht kurzfristig aufbringen – und unterschrieb unter Druck einen Scheidungsvergleich, der sich als außerordentlich nachteilig für ihn herausstellte. Am Ende stand die Versteigerung. Was gefehlt hat: die Zeit und der Rat, den Vergleich vor der Unterschrift durchzurechnen und prüfen zu lassen. Kein Papier ist so eilig, dass es eine ungeprüfte Unterschrift rechtfertigt.
Wenn Sie in Ihrer Situation gerade keinen Ausweg mehr sehen: Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr kostenlos unter 142 erreichbar – vertraulich und anonym.
Unser Selbstverständnis
- Diskret, sachlich, menschlich – auf Augenhöhe.
- Keine Erfolgsversprechen. Wir arbeiten mit realistischen Wegen.
- Vollständige Unabhängigkeit: keine Provisionen von Partnern, Finanzierung nur durch Mitgliedsbeiträge.
- Klare Grenzen: Rechtsberatung im Einzelfall erfolgt durch kooperierende Berufsträger.
Ergänzende Anlaufstellen
Neben der Arbeit des Vereins gibt es in Österreich kostenlose, staatlich anerkannte Schuldenberatungsstellen. Diese können – insbesondere bei allgemeinen Schuldenfragen – eine sinnvolle zusätzliche oder alternative Anlaufstelle sein. Wir weisen aktiv auf diese Angebote hin, wenn sie in Ihrer Situation passender oder ergänzend hilfreich sind.